Aachener Dom

Karl der Große und Aachen

Nur in Aachen gibt es ein Bauwerk, das so eng mit Kaiser Karl dem Großen verbunden ist: seine Pfalzkapelle, in anderem Zusammenhang auch Marienkirche, Stiftskirche, Münster genannt, der Aachener Dom. Dieses Bauwerk ist eines der besterhaltenen Baudenkmäler der Karolingerzeit; seine historische Bedeutung ist ebenso unbestritten wie seine wichtige Stellung in der europäischen Architekturgeschichte. Die Manifestation eines "Neuen Roms" - diesen Traum wollte Karl der Große Wirklichkeit werden lassen, als er gegen Ende des 8. Jahrhunderts in Aachen den väterlichen Königshof in eine Pfalz vom Range einer Reichsresidenz umwandelte. Wo heute das Rathaus steht, ließ er sein palatium, seine Pfalz, errichten. Für den christlichen König war es selbstverständlich, dass er neben seiner Residenz auch eine Kirche bauen ließ. Schon unter Karls Vater Pippin war ein kleines christliches Gotteshaus errichtet worden, über dessen Altar sich nun Kaiser Karls Pfalzkapelle erhob. Seine Zeitgenossen führten das "schöne und bewundernswerte Werk der Kirche" unmittelbar auf den Einfluss Karls des Großen zurück. Dem Baumeister Odo von Metz gelang es, das religiöse und politische Gedankengut Karls des Großen in Anlehnung an west- und oströmische Bautraditionen meisterhaft in ein einzigartiges Bauwerk umzusetzen. Die Aachener Marienkirche ist der früheste große kuppelüberwölbte Bau nördlich der Alpen und bleibt in diesem Teil Europas für vier Jahrhunderte der höchste gewölbte Innenraum .

Karlsschrein (1215) in der Chorapsis des Domes
Büste Karls des Großen in der Domschatzkammer
Monogramm Karls des Großen